Fachspezifische
Diagnostik und Therapie

Spezielle Untersuchungsmethoden

Spezielle Untersuchungsmethoden1. Arterien-Starre-Index (ASI)
Mit dem Gerät CardioVision MS-2000 können völlig neue Aspekte festgestellt werden. Es wird die Elastizität der Armarterie zur Erkennung der Funktionstüchtigkeit der arteriellen Gefäßwand bestimmt.
Der ASI ist erhöht bei vorhandener Arteriosklerose insbesondere der Herzkranzgefäße. Je höher der ASI-Wert ausfällt, desto stärker ist die Arterienverhärtung und damit die Verkalkung der arteriellen Gefäße.

2. Bodyfat-Analyse
Hier werden der Body Mass Index (BMI= Index zur Berechnung des Idealgewichts) und der Körperfettanteil festgelegt als Indikator der allgemeinen Fitness.
Ziel ist es, die Entwicklung der Arteriosklerose zu verhindern und aufzuhalten und das Endothel (Gefäßinnenwand) zu schützen.

3. Erst-Trimester-Screening
Mittels Blutanalyse der Mutter sowie Ultraschallmessung der kindlichen Nackenfalte wird in der 13. SSW das individuelle Fehlbildungsrisiko ermittelt.

4. Framingham Risiko-Analyse
Diese computergestützte Analyse basiert auf der großen Framingham - Herzstudie und ermöglicht die Kalkulation des kardialen Gesamtrisikos.

5. Freie Radikale
Bei der Bestimmung der freien Radikale handelt es sich um hochgradig reaktionsfreudige Moleküle, die in hoher Konzentration als reaktive Sauerstoffelektronen die Gefäßinnenhaut und insgesamt die Gefäßwand schädigen.

6. Heart Rate Variability zur Bestimmung der körperlichen Fitness
Das computergestützte System basiert auf der Messung der Herzfrequenz-Schwankungen. Die benützten Algorithmen wurden in über 20 Jahren an mehr als 15.000 Patienten getestet.

6.1 Health-Express
Dieser Test ermittelt einen Zustandsbericht zur körperlichen Verfassung und Regulationsfähigkeit des vegetativen Nervensystems anhand der Analyse der Reaktion auf den orthostatischen Stress (Regulation bei längerem Stehen).

6.2 Nerve-Express
Dieses System überprüft reproduzierbar den Zustand des autonomen Nervensystems, nämlich Sympathikus und Parasympathikus, in Ruhe und während der Orthostase.

7. Osteoporosediagnostik (Knochendichtemessung)
Mit einem Knochen-Ultrasonometer werden mittels verschiedener Ultraschallwellen die Knochensteifigkeit am Fersenbein gemessen und ein Steifigkeits-Index errechnet.
Der Steifigkeits-Index gibt das osteoporotisch bedingte Frakturrisiko (Knochenbruchrisiko) an, vergleichbar mit der Röntgenabsorptionsmessung der Knochenmineraldichte an Wirbelsäule und Hüfte. Diese Screeninguntersuchung mit dem Knochen-Ultrasonometer erfolgt ohne Strahlenbelastung

8. Otoakustische Emissionen
Das menschliche Ohr gibt spontan oder nach Reizung mit Tönen akustische Signale ab und fungiert sozusagen als Lautsprecher. Mit hochsensiblen Mikrofonen können diese Signale aus dem Ohr gemessen werden und so Störungen der feinen Hörsinneszellen (Haarzellen) festgestellt werden.

9. Endoskopie
Mit Hilfe der  Magen- und Darmspiegelung können wir Einblick in die faszinierende Welt der Verdauungsorgane gewinnen.

Das Verdauungssystem des Menschen ist ca. 8 Meter lang und seine Oberfläche erstreckt sich auf ca. 300 – 500 m². Der Darm ist somit das größte Organ des Menschen.

Der Darm ist das Zentrum des Immunsystems. 70 % der Abwehrzellen sitzen im Darm.  Rund 100 Millionen Nervenzellen sind in den Darmwänden zu einem Netz verflochten- mehr, als das gesamte Rückenmark besitzt. Bei seiner Arbeit wird der Darm von mehr als 500 verschiedenen Bakterienarten unterstützt. Billionen Bakterien leben im Dickdarm. Das sind zehnmal mehr als der Körper an eigenen Zellen besitzt und 1600-mal mehr Lebewesen, als derzeit Menschen auf der Erde wohnen.

Unser Verdauungssystem ist ein Hochleistungszentrum: 30 Tonnen Nahrung und über 50000 Liter Flüssigkeit werden im Laufe eines durchschnittlichen Lebens vom Darm verarbeitet.

Leider hält der Darm auch einen traurigen Rekord: denn Darmkrebs ist die Nummer 1 der deutschen Krebserkrankungen.

Darmkrebs entwickelt sich in der Regel aus zunächst gutartigen Wucherungen (Polypen bzw. Adenomen) der Darmschleimhaut. Diese können sich im Laufe der Jahre zu Krebs entwickeln. Die Entwicklung eines Adenoms zu Krebs geschieht jedoch nicht von heute auf morgen, sondern nimmt einige Jahre in Anspruch; Zeit genug, um diese Vorstufen von Darmkrebs mittels Darmspiegelung (Coloskopie) erkennen und entfernen zu können. Darmkrebs macht in der Regel über einen langen Zeitraum keinerlei Beschwerden. Das ist das Tückische an dieser Krebserkrankung: Man fühlt sich gesund, obwohl man unter Umständen bereits ein bösartiges Karzinom im Darm entwickelt hat. Deshalb ist es so wichtig zur Vorsorge zu gehen, bevor sich Symptome zeigen. Denn ist der Krebs

bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, ist er oft nicht mehr heilbar.

Jährlich erkranken rund 69.000 Männer und Frauen neu an Darmkrebs, und mehr als 27.000 sterben an diesem Krebs. Damit nimmt Deutschland, was die Zahl der Erkrankungs- und Todesfälle von Darmkrebs anbetrifft, Europa weit einen traurigen Spitzenplatz ein.

Darmkrebs ist erblich. Er betrifft auch junge Menschen. Ca. 30 Prozent der Menschen, die an Darmkrebs erkranken, haben ein familiär erhöhtes Risiko für diese Erkrankung. Das bedeutet, Darmkrebs kommt unter den direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) in einer Familie gehäuft vor. Nur wenige Menschen kennen ihr erhöhtes Risiko und wissen, dass sie deutlich früher  mit der Vorsorge beginnen müssen, um dem Krebs vorzubeugen.

Darmkrebs lässt sich verhindern und zwar durch eine gezielte Vorsorge. Der Grund: Er bildet sichtbare Vorstufen, sogenannte Polypen/Adenome, die sich bei einer

Darmspiegelung erkennen und ohne Schmerzen sofort entfernen lassen. So kann der Krebs erst gar nicht entstehen.

Neben der Krebsvorsorge kommt die Darmspiegelung auch zur Abklärung anderer Beschwerden und Erkrankungen zum Einsatz: bei Verdacht auf chronische Entzündungen der Darmschleimhaut,  bei anhaltenden Durchfällen und Verstopfung, zur Diagnostik bei Bauchschmerzen, Gewichtsverlust sowie bei sichtbarem oder verstecktem Blut im Stuhl.
Die Magenspiegelung, auch Gastroskopie genannt, ist eine medizinische Untersuchungsmethode des oberen Teils des Verdauungstrakts. Mit Hilfe der Gastroskopie ist es möglich, das Innere der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Gaster) und des Zwölffingerdarms (Duodenum) zu untersuchen. Eine Gastroskopie empfiehlt sich bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden, wiederkehrendem Sodbrennen, Schluckbeschwerden, Übelkeit ,unklaren Durchfällen, Blutarmut, Eisenmangel, bei chronischem Husten, vermehrten Blähungen, unklarem Gewichtsverlust und bei Verdacht auf eine Schleimhautentzündung oder Geschwür des Magens oder Zwölffingerdarms, einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, Blut im Stuhl und zum Ausschluss von bösartigen Veränderungen des oberen Verdauungstraktes.
Sowohl bei der Magen- als auch bei der Darmspiegelung  lassen sich kleine Gewebeproben (Biopsien)  aus der Schleimhaut für mikroskopische Untersuchungen entnehmen. Dies erlaubt eine zielgenaue Diagnostik. Denn manche Erkrankungen sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar.  Oberflächlich gelegene gut- und bösartige Gewebsveränderungen können direkt entfernt werden. Die Gewebeentnahme ist nicht schmerzhaft und dauert nur wenige Minuten.
Im Zuge des zunächst stattfindenden Aufklärungsgespräches und der Voruntersuchung  können wir gemeinsam erörtern wie wir die Spiegelung für Sie so angenehm wie möglich gestalten können. Wir bieten Ihnen im Prienamed Ärztehaus die sanfte Endoskopie an. Dies kann durch die sogenannte Analgosedierung erfolgen. Dabei werden Medikamenten über die Vene injiziert, die Sie schläfrig und müde machen und die Schmerzschwelle herabsetzen. Als Alternative oder zur Unterstützung des medikamentösen Verfahrens bieten wir Ihnen in unserer Praxis auch die Durchführung der Untersuchung in Hypnose an. Dabei werden Sie mit unserer Hilfe in einen angenehmen Trancezustand versetzt, so dass Sie die Untersuchung nur am „Rande“ wahrnehmen werden.